Action-Horst (2): Die Vollfrau

vollfrau.jpgIrgendwo in Deutschland, Deutschland, Deutschland. Mitteleuropäische Zeit. Horst war es leid zu warten. Außerdem quälte ihn ein starker Hunger. Sein männlicher Bauch verlangte nach einem saftigen Rip-Eye Steak. Die Lady ließ sich Zeit und das passte ihm gar nicht. Das erste Mal hatte er sie in einer dieser exquisiten Nachtbars gesehen, unten in Downtown. Sie war die Begleitung eines Kontaktmannes gewesen. Ein Weichling. Horst hatte sie ihm schnell abgenommen und in seinen neuen Unterschlupf dann ausgezogen. Die Erinnerung verkürzte die Wartezeit.

Sie kam um die Ecke. Ihre Brüste wogen im engen Kostüm, ihre Füße steckten in ultrahohen Stöckelschuhen, aber sie konnte damit umgehen. Für sie kam kein anderes Schuhwerk in Frage – sie war eben eine echte Vollfrau.

„Ich habe eine solche Sehnsucht…“ oder sowas hauchte sie ihm entgegen. Er schmeckte ihren Atem. Horst mochte es Frauen zu schmecken, aber jetzt brauchte er was anderes.
„Ich habe Hunger!“. maulte er. Horst wollte erst ins Maredo oder in ein anderes dieser superfeinen Steakhäuser bevor er sie in seinen Unterschlupf mitnehmen und ausziehen würde.

Mit einem hungrigen Mann ist nicht gut Kirschen essen, wusste die Lady, die lange blonde Haare und eine kleine blasse Nase hatte. Ihr Name war Jessica Stock, was wir an dieser Stelle verraten können, weil sie nun tot ist, aber dazu später. Im Maredo war alles voll mit diesen kleinen japanischen Geschäftsleuten. Die meisten, so wusste Horst, kamen aus der Computerbranche. Einige machten ihr in Geld in Spielsachen. Angewidert hatte er beobachtet wie sie ihren Geschäftpartnern Plastikpuppen zeigten und dann wie kleine Mädchen kicherten. Einmal hatte er einen von denen umbringen müssen um eine Aktion erfolgreich beenden zu können. Der hatte faulige Zähne gehabt. Horst konnte es nicht ausstehen mit ungepflegten Menschen zu tun zu haben, aber wenn es eine Aktion erforderte konnte er eine Menge ertragen.

Das Steak war groß und mundete. Die Bedienung war ein rassiges Luder, das er mal in der Damentoilette genossen hatte. Die Dinge entwickelten sich anders als erwartet. Horst war das egal, heute war sein freier Tag. Jessica hatte ein Stück von dem saftigen Steak verlangt und Horst hatte es in ihren kleinen Mund geschoben. Das Fleisch machte sie wild. Sie zuckte am ganzen Körper und Speichel rann aus ihren Mundwinkeln. Jessica war Allergikerin. Horst war das egal, er wollte sie ja nicht heiraten. Der Gedanke amüsierte ihn, aber er ließ sich nichts anmerken.

Sein Gesicht war wie Stahl. Nachdem er das Fleisch bezahlt hatte und die rassige Bedienung ihm noch einen vielsagenden Blick zugeworfen hatte, hob Horst die mittlerweile gekrümmt auf den Boden liegende Jessica auf und trug sie in seinen großen Spezialwagen. Ein deutscher Mercedes mit allen Schikanen, wie sie ihn sonst nur Botschafter erster Kajüte oder hochrangige Politiker haben. Er hatte Jessica eine Plastiktüte über den Kopf gezogen damit sie ihm nicht die Polster dreckig machte.

Als er seinen neuen Unterschlupf erreicht hatte, war sie bereits erstickt. Das war so zum Beispiel nicht geplant. Horst´s Miene verdunkelte sich für einen kurzen Moment. Sie hatte einen phantastischen Körper gehabt und sie war eine Vollfrau gewesen, die es verstand mit diesen ultrahohen Stöckelschuhen umzugehen. Horst vergrub die Frauenleiche in seinem kleinem Garten. Gleich neben dem Brillengeschäft.

Horst machte sich nichts aus toten Körpern. Er verabscheute diese Leute die Liebe mit Leichen machen. Er hatte im Fernsehen einen Bericht darüber gesehen. Unvorstellbar für Horst. Eine Vollfrau war für ihn nur interessant wenn sie noch lebte und seiner extremen Leidenschaft entgegenfieberte. Wenigstens hatte er sie ein paar mal besessen.

Nachdem er den Leichnam begraben hatte, fuhr Horst zurück ins Maredo um die rassige Bedienung mitzunehmen. Sie hatte zwar noch Dienst aber das machte Horst nichts aus. Ihrem murrenden Chef steckte Horst großzügig einen Zehner zu. Sie erreichten seinen Unterschlupf noch vor Sonnenuntergang. Ihre Umarmung dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Horst hatte schon vor langer langer Zeit gelernt dass das Leben zu kurz ist um Frauen nachzutrauern. Horst wusste das er dem Mädchen soviel gegeben hatte wie sie nie von einem anderen hätte kriegen können. Genug.

Das abhörsichere Telefon klingelte. Die Stimme am anderen Ende war Horst vertraut. Es handelte sich um niemand geringeren als Dr.Nachtweihe, den hochintelligenten Bruder von diesem Fußballer, der in den Achtzigern unter anderen mal für Eintracht Frankfurt gespielt hatte. Fußball. Nachtweihe sprach in Codes, die Horst simultan für sich selbst übersetzte.

Nachtweihe: „Das Ziel heißt Kevin Miller, morgen wird ES in Tempelhof (also Berlin, kombinierte Horst) eintreffen. ES darf die Stadt nicht lebend verlassen“. Dann hängte Nachtweihe ein. Horst wußte alles über diesen Kevin Miller. Ein milliardenschwerer Computermogul. Gerade mal zwölf Jahre alt und schon seit Jahren dick im Geschäft. Einer dieser Kinderstars auf dem Parkett der Hochfinanz. Horst hatte zu Kindern allerhöchstens ein duldendes Verhältnis und so hatte er keinerlei moralische Bedenken, oder so, dieses noch junge Leben auszulöschen.

Bis zum Tag-X blieb Horst in seinem neuen Unterschlupf, der eine exakte Kopie des Unterschlupfes war den er sich für den Fall „Cock Supreme“ eingerichtet hatte. Anstelle eines Brillengeschäftes diente eine bankrotte Freie-Tankstelle (FT) als Tarnung. Carla, wie er die Bedienung aus dem Maredo nannte, hatte er behalten, weil sie gut in seinen neuen Unterschlupf reinpasste. Mehrmals am Tag hatten sie leidenschaftlichen Sex. Gerne auch in der hochmodernen Horizontaldusche die eigens für Horst angefertigt worden war. Eines der wenigen Dinge die er nicht selbst gemacht hatte. Die Mitarbeiter der Installationsfirma hatte er nach Beendigung der Instalationsarbeiten natürlich umbringen müssen – wegen der Sicherheit.

Am Tag X. fuhr Horst nach Tempelhof und brachte den Mini-Mogul, wie er auch genannt wurde, um. Er hatte dazu eine zuverlässige deutsche Sturmwaffe mit extra langen Schalldämpfer verwendet. Niemand hatte ihn erkannt, da er sich Carlas Gesicht übergestreift hatte, die er am frühen Morgen sorgfältig gehäutet hatte.
So schnell er gekommen war, so schnell war er verschwunden. Zurück blieb nur Unverständnis und Entsetzen, die beiden besten Freunde von Action-Horst. Zurück in seinem Unterschlupf stellte er mit Zufriedenheit fest das sein Honorar bereits auf seinem Nummernkonto verbucht war: 30 Millionen US-Dollar. Eine menge saftige Rip-Eye Steaks sind das, eine ganze Menge, dachte Horst und rieb sich seinen muskulösen Bauch…

Info: Alle bisher eingstellten Action-Horst Episoden unter Kategorien „Stories“

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