Finger weg von meina Musch

Der Sommerhit von 1972 jetzt dank moderner Internet-Technologie neuer Retro-Kult-Gassenhauer. Eingesungen damals und heute von Elisabeth „Die schwarze Liesl“ Gehrer, geboren in Wien, wurde während der Dreharbeiten zu Franz Antels „Frau Wirtin hat auch einen Grafen“ von dem österreichischen Filmemacher entdeckt. „Die schwarze Liesl“, wie die einfache Handarbeitslehrerin mit der glockenhellen Stimme im Volksmund genannt wurde, sollte ursprünglich nur eine Komparsenrolle übernehmen, spielte jedoch später in zahlreichen Antel-Filmen mit: „Frau Wirtin bläst auch gern Trompete“, „Liebe durch die Hintertür“, „Mein Vater, der Affe und ich“, „Wenn Mädchen zum Manöver blasen“ u.a.

Im ganzen deutschsprachigen Raum bekannt wurde Gehrer im Jahr 1978 in der Rolle der Wally Katzinger in Antels „Das Love-Hotel in Tirol“. Doch schon mit der Promotion-Tournee zu diesem Film kommt es zum Absturz: Die Handarbeitslehrerin wird nicht damit fertig, über Nacht ein Star zu sein. Sie vernachlässigt Ehemann Gero und die drei adoleszenten Söhne, kocht abends nicht mehr für die Familie und lässt über Wochen das Bügelbrett unberührt in der Ecke stehen. Der Gatte lenkt vor Produktionsbeginn des „Love-Hotel“-Sequels „Wenn die Liesl und der Pfarrer..“ ein und beordert seine Gattin zurück an den heimischen Herd. „Die Liesl“ wird nie wieder einen Film drehen.

In den späten Achziger Jahren wurde Liesl Gehrer von der Tiroler Volkspartei (ÖVP) in die Politik geholt. Schnell schaffte die gesangsfreudige Schauspielerin den Sprung in den Landesschulrat und wurde 1995 sogar als Ministerin für Unterricht und kulturelle Angelegeheiten angelobt.

Der Text: Finger weg von meina Musch

Es sitzt a fescha Bua voa mia und wüll mi greifn obas Knia,
und sogt gaunz frech dea blede Lotsch: Host du a Scheane Kotz.
A sowas sigst ned olle Tog sogt er zu mir und frogt,
er mechts a wengal Streichen gern do kriagt a wos zum hean.

Refr.: 2x
Finger weg von meiner Musch, dos i dir ned ane tusch,
weil i nur a bsundre Rass an meine kleine Muschi lass.

Er sogt, er wort bis finster is, daun steign die Chancen gwiß,
brennt rund herum koa Laumpn mea, er glaubt daun zoag is hea.
Wo is den dei Mizi Miz so flüstert er und spitzt,
Und wida kriagt er wos zum hean, des head er gor ned gern.

Refr.: 2x
Finger weg von meiner Musch, dos i dir ned ane tusch,
weil i nur a bsundre Rass an meine kleine Muschi lass.

Er sogt weil i so Diandle bin, geht eam mei Katz ned ausn Sinn,
drum schaut a schon am nextn Tog zu mir herunt, er sogt.
Geh zoa mia hold wo dei Muschi is, i dua nix gauns gwiß,
zum letztn mol do schimpf i heid zum Fenster rauß und Schrei:

Refr.: 2x
Finger weg von meiner Musch, dos i dir ned ane tusch,
weil i nur a bsundre Rass an meine kleine Muschi lass.

mehr Info plus Soundfile auf: www.raketa.at

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