Action-Horst (6): So schmeckt der Sommer

dirndl21.jpgGluthitze in München. Das unterklimatisierte Volk kochte in seinen Beton- und Blechkisten. Es roch nach Schweiß, Benzin und Sex. Horst saß in einem dieser berühmten Biergärten und blickte über sein männliches Weizenglas hinweg in den offenen Himmel. Ein Ohrwurm ging ihm seit der Frühe nicht mehr aus dem Kopf. Es handelte sich um das schöne Lied „So schmeckt der Sommer“ der deutschen Eismarke Langnese, die alljährlich mit diesem Song die Eiszeit einleitet. Sehr geschickt, wie Horst fand, denn selbst an sich selbst konnte er bei Einsetzen der Melodie das Aufkommen sentimentaler Regungen & Rückblenden bemerken: Das erste Eis, die erste Vollfrau, das erste Mal umbringen… Gorbatschow umbringen, las Horst. In Händen hielt er eine zerknitterte Serviette, auf der das zu lesen stand, als Punkt (1) seines Drei-Punkte-Planes. Mit seinem teuren Kugelschreiber der Marke Parker strich er nun Punkt 1 und gab sich coolen Gedanken hin…

„Ein Bierchen noch?“ fragte die fesche bayerische Bedienung mit den großen Dutteln.
„Noch ein Bierchen bitte!“ sagte Horst und lächelte wie man eben lächelt, wenn man gerade Punkt (1) eines drei Punkte umfassenden Planes erledigt hat.
Wenn Ihr wissen wollt, wie Horst es fertiggebracht hat, den Weltklasse- Agenten Gorbatschow umzubringen, ohne eine einzige Spur zu hinterlassen, dann braucht Ihr nur weiterzulesen…

 

München. Gleicher Tag. Etwas früher. Ein Penthouse in der City. Eine junge Frau nackt in der Morgensonne, ein Vollweib, neben dem Barbara Bach wie eines dieser Magermilchmodelle ausgesehen hätte. Aber sie verfügte nicht nur über körperliche Vorzüge, sie konnte auch ganz gut nachdenken. Manchmal schrieb sie sogar eigene Gedichte oder verfolgte interessiert das politische Geschehen in den Abendnachrichten. Ihr Deckname: Gabi. Eine Supermieze ganz nach Horsts Geschmack. Gabi genoß ihre wenigen freien Stunden nur in knallroten Stöckelschuhen an den schlanken Füßen, die in den Augen des Spanners, der hinter der Mauer hockte, wie die natürliche Verlängerung ihrer langen, weiblichen Beine erschienen. Gabi wußte, daß ihr Körper in diesem Augenblick von einem hungrig blickenden Augenpaar quadratzentimeterweise abgetastet wurde.

Sie wußte so manches. Gabi cremte sich ein. Das tat sie gewissenhaft, wie sie eigentlich alles gewissenhaft zuende führte, was sie begann. Dabei nahm sie etliche verführerische Posen ein. Zuerst wurden die Arme gesalbt, sehr schöne, schlanke, geschwungene Arme. Da hing nichts runter. Dann kamen die Brüste an die Reihe. Wundervolle Brüste mit kleinen Knospen auf vollem Fleisch. Gabis Hand glitt weiter und cremte die schmale Taille ein und was da noch so war. Als Gabi ihren rechten Fuß auf einen Stuhl stellte, um die Oberschenkel einzucremen, konnte der Spanner auch ihre tollen hinteren Rundungen bewundern, die sie auf eigenartige Weise wunderbar hilflos in die Luft streckte.

Doch es kam noch doller. Als Gabi eben diese Rundungen und anschließend den makellosen, bereits bronzefarbenen Rücken mit Sonnenöl der Marke PizBuin bestrich, zeichneten sich die steil aufragenden Hügel ihrer Brüste wie Symbole sinnlicher Weiblichkeit vor dem lichtblauen Hintergrund des Himmels ab. Der Spanner beobachtete sie über ein Mäuerchen hinweg, welches die beiden Penthousehälften voneinander trennte. Der Spanner war zu erregt, um sich länger zurückzuhalten.
„Nastrovje Täubchen! Darf ich Dir den Rücken eincremen?!“ rief er mit heiserer Stimme.

Bevor Gabi antworten konnte, war er seinen Worten hinterhergesprungen. Es war niemand geringerer als Michael Gorbatschow, der beliebte Top-Agent persönlich. Gabi nahm sofort eine nicht weniger verführerische Pose des Erschreckens ein, um sodann mit der Miene freudigen Erkennens sich ihm geschmeichelt zuzuwenden.
„Aber gerne…“ hauchte sie und reichte Gorbatschow das halbleere Kunststofffläschchen. Gorbatschow cremte ihr bereits vollcremiges Hinterteil neuerlich ein, er cremte und cremte und bemerkte nicht, dass es sich bei dem ihm entgegengestreckten Hinterteil um kein geringeres als um das mit einer Arschmaske getarnte Hinterteil von Action-Horst handelte.

Und der hatte nun genug von dem Scheißgecreme! Schnell nahm er eine (für Horst typische) Action-Pose ein und schoss dem verdatterten Gorbatschow mit der als Stöckelschuh getarnten Schusswaffe ein Loch ins Muttermal. Damit war der Fall erledigt und Horst hatte Punkt (1) seines 3-Punkte-Planes auf brillante Weise abgehakt. Den Ort des Verbrechens verließ Horst im Vollfrau-Tarnoutfit, um keinen Verdacht zu erwecken.
In seinem kaputten Unterschlupf duschte Horst genau zweimal: Einmal als Vollfrau (warm) und danach, der Silikon-Tarnkleidung entledigt, als Top-Agent Horst natürlich eiskalt.

„Noch ein Bierchen?“ lachte die fesche Bedienung mit den großen Dutteln.
„Noch´n Weizen kann mich reizen!“ sagte Horst, seine eisblauen Augen auf ihre Dutteln gerichtet. Sechs Bierchen später machte das Mädchen Feierabend. Horst schenkte ihr ein Augenzwinkern und hundert Mark Trinkgeld, aber sie wäre auch so mitgekommen. Im Vorgarten seines konspirativen Domizils roch es etwas streng, aber Horst hatte sich mittlerweile an den Geruch gewöhnt; Die tote Heidi war längst vergessen und im Unterschlupf war wieder Ordnung eingekehrt. Horst hatte aufgeräumt. Manchmal müssen auch Männer aufräumen. Im Gegensatz zu Putzen ist Aufräumen sowieso eher eine männliche Domäne: Etwas liegt im Argen, der Mann kommt, packt zu, räumt die Dinge aus dem Weg. Umbringen ist ja auch nur eine Form des „Aufräumens“. Horst sah sich selbst nicht als „Aufräumer“, aber ohne Zweifel war er ein Mann der Tat und in seinem Unterschlupf sah es nun entschieden ordentlicher aus als beim letzten Mal. Ja, Horst hatte aufgeräumt.

drindl41.jpgIn der Trachtenbluse des bayerischen Mädchens wölbten sich zwei runde, stramme Brüste. Dutteln waren das! Ihr Gesicht war von einer braven, herausfordernden Schönheit gezeichnet, blondes Haar auf ihrem Kopf umwallte dieses hübsche Antlitz, doch ihr Blick war fast leer. Das stachelte Horst nur noch mehr an! Ganz langsam spürte er den Wunsch in sich aufkeimen, dieses Mädchen zu besitzen. Er stürzte sich auf sie und vergrub sein markantes Kinn in der duftenden Spalte, die sich zwischen ihren großen Titten auftat. Allmählich taute sie auf. Dann ein schmerzhafter Warnton: Der automatische Fernsehwecker. Es gab nur eine Sache, für die er sein markantes Kinn aus einer duftenden Brustspalte ziehen würde: Horst schaltete den Fernseher ein. Kaum war das das TV-Bild zum Stillstand gekommen, rief das Mädchen: „Safari Family!“
„Findest Du das auch gut?“ fragte Horst irritiert.
„Ja! Das ist meine Liebslingsserie im Fernsehen!“ bekannte sie begeistert und dann sahen sie zusammen „Safari Family“, eine sehr schöne Fernsehserie über eine deutsche oder amerikanische Familie, die mit Tigern und Löwen zusammenlebt, ein paradiesischer Haushalt, wo alle immer mit Löwen und Tigern rumschmusen.

Als die erste Schmuseszene kam, ließ das bayerische Mädchen ihre kleine Hand in Horsts große Pranke kriechen und der Mann spürte in seinem Herzen so etwas wie ein Bakterium, das ihn glauben machte, er sei ein kleiner, lieber, weicher Junge. Alles fühlte sich weich an, wie Watte, selbst sein markantes Kinn und seine starken Arme fühlten sich an wie Wattebäusche. Als sie später auf seiner Wattebrust lag und wie ein Kätzchen schnurrte, fragte Horst:
„Sag mal, kennst Du eigentlich dieses Lied, mit dem immer die Eissaison eröffnet wird?“
„So schmeckt der Sommer?“
„Ja…“
Und dann begann das Dirndl aufs lieblichste das Eislied zu singen:
„Weißt Du noch im letzten Jahr…weißt Du noch…?“ und Horst segelte auf einer Wattewolke auf und davon, denn mit Horst war etwas Seltsames geschehen. Horst hatte sich bis über beide Ohren verliebt. Mehr davon hier.

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